Die Friedensveträge nach dem I. Weltkrieg (1918-1923) und ihre Auswirkungen bis in die Gegenwart

 

27. Januar bis 1. Februar 2019

In der Bildungs- und Begegnungsstätte "Der Heiligenhof", Bad Kissingen

In Zusammenarbeit mit dem Internationalen Institut für Nationalitätenrecht und Regionalismus (INTEREG)

 

Ziel der Seminarveranstaltung ist den fundamentalen Bruch des Jahres 1919 und seine langen Auswirkungen aus vergleichender Perspektive aufzuzeigen.

 

Vorbemerkungen:

Genau 100 Jahre sind nun nach dem Ende des I. Weltkrieges vergangen. 
 
Nahezu ganz Europa und weite Teile der übrigen Welt waren von diesem epochalen Ereignis schwer getroffen. Die verschiedenen Waffenstillstandsabkommen und nachfolgenden Friedensverträge der Jahre 1919-1923 zwischen den Kriegsparteien bzw. deren Nachfolgestaaten brachten nur einem Teil Europas den ersehnten Frieden. Im Osten und Südosten des Kontinents gingen Kriege, Bürgerkriege, Terror, Massengewalt gegenüber der Zivilbevölkerung verbunden mit Deportationen, Vertreibung und Umsiedlungen aller Art vielerorts weiter (russischer Bürgerkrieg, griechisch-türkischer Krieg, Massengewalt und Kriege im Kaukasus,Terror im Süden des neugegründeten SHS Staates etc.).
In weiten teilen der europäischen Gesellschaften war man mit den Ergebnissen der Friedensabkommen unzufrieden. Das galt für Sieger als auch Besiegte gleichermaßen. Schon allein aus diesem Grund hatten die neugegründeten Demokratien nicht nur in Deutschland einen schweren Stand.
 
Wir wollen auf unserem Symposium aus vergleichender Perspektive die Ergebnisse des I. Weltkrieges und der Nachkriegsordnungen vergleichend analysieren und dabei mit einem Schwerpunktblick auf Mittel-, Südost- und Mittelosteuropa auch einige andere ausgewählte Fallbeispiele etwa aus dem Kaukasus betrachten. Denn gerade für die deutschen Bevölkerungsgruppen in diesem Raum waren die Jahre 1918/1919 von einschneidender Bedeutung für die Zukunft.  
 

Abschließend wollen wir die Nachwirkungen dieser epochalen Geschehnisse, die partiell bis in die Gegenwart reichen, diskutieren.

 

Programm des Symposiums:

Sonntag, 27. Januar

Begrüßung und Vorstellungsrunde durch Gustav Binder (Studienleiter der Bildungsstätte Heiligenhof und der Akademie Mitteleuropa) und Dr. Meinolf Arens (Vorsitzender des Trägervereins des INTEREG e.V.)

Vortrag von Dr. Meinolf Arens (München) "Der serbische Traum 1918/1921"

 

Montag, 28. Januar

Dr. Oswald Überegger (Bozen/Bolzano) "Im Schatten des Krieges. Südtirol von Kriegsende bis zur Annexion (1918-1920)"

Wolfgang Freyberg (Ellingen) "Die Volksabstimmung in Ost- und Westpreußen am 11. Juli 1920"

Dr. Krisztían Ungváry (Budapest) "Ungarn und Trianon 1920 - Trauma - Mythos - Realität"

Prof. Dr. Robert Kerr (Saarbrücken) "Ein Blick in den Nahen Osten: Der deutsche Heilige Krieg und Laurence von Arabien 1914-1919"

 

Dienstag, 29. Januar

Dr. Varvara Degtjarova (Hamburg) "Die Krim 1917-1920 zwischen Autonomie und Souveränität und dem russischen Bürgerkrieg"

Dr. Katharina Haberkorn (Augsburg) "Der große Bruch. Die Bukowina 1918-1920" oder "Gescheiterte Hoffnungen: Ukrainische Staatswerdungsversuche und ihr Scheitern 1918-1921"

PD. Dr. Ioannis Zelepos (München) "Letzte verpasste Chancen? Die Pontusgriechen zwischen 1918 und 1923"

Dr. Wolfgang Feurstein (Freudenstadt) "Traum und Trauma: Die Meskheten (muslimische Georgier?) und das historische Südgeorgien 1918-1921 - Mit einem Blick auf die Gegenwart"

 

Mittwoch, 30. Januar

Dr. Robert Luft (München) "Deutschböhmen, Deutschösterreicher und Sudetendeutsche in der Tschechoslowakei 1918-1926. Pluralität, Fragmentierung und nationale Ideologien"

Dr. József Liszka (Komárno/Komárom) "100 Jahre nach Trianon. Das Entstehen einer spezifischen Teilgruppe innerhalb der ungarischen Nation: Die Ungarn in der Slowakei"

Dr. Imre Szákal (Beregovo/Beregszász) "Zerrissene Bande, neue Wege I. Die ungarische Minderheit in Transkarpatien nach 1918"

Teodora Živković M.A. (Zagreb) ""Tschechoslowaken" und "Jugoslaven" - Die Slowaken und Tschechen als "Westslaven" in Jugoslavien nach 1918"

 

Donnerstag, 31. Januar

Julia Taips M.A. (Berlin/Munkács) "Zerrissene Bande, neue Wege II. Die deutsche Minderheit in Transkarpatien nach 1918"

Christoph Kaiser (Berlin) "Strukturwandel entlang der neuen Grenzen in Donau-Karpatenraum"

Dr. Björn Opfer-Klinger (Leipzig) "Kein Frieden: Der Vertrag von Neuilly mit Bulgarien 1919"

Hans Hedrich M.A. (Schäßburg) "Der Ökonom John Maynards Keynes als Teilnehmer an der Pariser Friedenskonferenz von 1919. Seine Beobachtungen, Analysen und Warnungen"

 

 

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