Ältere Veranstaltungen

 

  • 1977 Regensburg - Internationale Studientagung - (Institutsgründung)

    »Volksgruppenrecht und Regionalismus als europäische Aufgabe«

  • 1978 Kreuth - »Seminar on the relations between the Federal Republic of Germany and Israel and the Arab World and on Majority and Minority in the Nation-State« with Israelis and Arabs«

  • 1978 Brixen / Bressanone - Internationale wissenschaftliche Studientagung

    »Regionalismus in Europa«

  • 1979 Salzburg - Internationales Symposium

    »Helsinki - Belgrad - Madrid; Religions- und Glaubensfreiheit als Menschenrechte«

  • 1980 Madrid - Internationales Symposium

    »KSZE und Menschenrechtsbilanz«

  • 1981 Dülmen - Studientagung

    »Regionalismus in Europa« in Kooperation mit der deutsch-niederländischen Euregio

  • 1982 Nürnberg - Gründung der European Study Group Middle East

  • 1982 Bonn - Europäisch-amerikanisches Symposium zur Frage des Friedens im Nahen und Mittleren Osten

  • 1983 Barcelona - Internationaler Kongress

    »Regionalismus in Europa« in Kooperation mit der Regierung von Katalonien, der Organisation der Gemeinden und Regionen Europas beim Europarat und C.I.F.E. (Nizza / Nice)

  • 1985 Bonn - Europäisch-Israelisches Nahost-Symposium

  • 1985 Bonn - Europäisch-Palästinensisches Nahost-Symposium

  • 1985 Tutzing - Deutsch-Jugoslawisches Föderalismus-Symposium

  • 1985 Genf / 1988 Versailles / 1990 München - Europäischer Nationalitätenkongress zusammen mit FUEV

  • 1987 Innsbruck - Symposium

    »Föderalismus und Regionalismus« zusammen mit drei österreichischen Bundesländern und C.I.F.E. (Nizza / Nice)

  • 1987 Kopenhagen - Kongress

    »Europa der Regionen« zusammen mit der dänischen Institution »Europe of Regions«

  • Symposienreihe »Frieden, Sicherheit und Selbstbestimmung in der Mitte Europas«

    1988 Wien - I. Die Rolle des Nationalstaates in Vergangenheit und Gegenwart

    1989 Berlin - II. Neue Sicherheit in der Mitte Europas

    1991 Prag - III. Frieden, Sicherheit und Selbstbestimmung in der Mitte Europas

  • 1989 Wien - Europäisch-Israelisch-Palästinensisches Symposium

    »Minimum Consensus«

  • 1990 Marktredwitz - I. Grenzübergreifendes Regionalismus-Seminar

  • 1991 Budapest - 18. Nationalitätenkongress, zusammen mit FUEV

  • 1992 Maribor - Europäische Wissenschaftliche Konferenz

    »Kleine Nationen und ethnische Minderheiten im Umbruch Europas« zusammen mit der Universität Maribor

  • 1992 Marktredwitz - II. Grenzübergreifendes Regionalismus-Seminar

  • 1993 Flensburg - 19. Nationalitätenkongress, zusammen mit FUEV

  • 1993 Straßburg - Experten-Konferenz

    »Magna Charta Gentium et Regionum«

  • 1994 Brünn / Brno - Internationaler Kongress

    »Ethnies - Minderheiten - Regionen. Sprengstoff oder Bausteine Europas«

  • 1997 Marienbad / Mariánské Lážne - Internationales Symposium

    »Frieden und Sicherheit I: Die Euroregionen als Mittel der Konfliktentschärfung«

    zusammen mit Universität Erfurt, Bernhard-Bolzano-Stiftung Prag und Europäisches Comenium Eger/Cheb

  • 2001 München - Arbeitstagung

    »Die Ost-Erweiterung der EU: Ethnische Probleme - Lösungsvorschläge«

  • 2004 Heiligenhof - Arbeitstagung

    »Die neuen Minderheiten in der EU nach der Ost-Erweiterung«

    Freitag, 05.11.2004

    Einführung in das Seminarthema: „Die neuen Minderheiten in Europa nach der EU-Ost-Erweiterung“

    Referent: Prof. Dr. Rudolf Grulich, Königstein

    Samstag, 06.11.2004

    „Bundespräsident Prof. Dr. Horst Köhler und seine bessarabiendeutsche Herkunft“ mit einer Präsentation von Carsten Eichenberger, M.A.

    Referenten: Dr. Ortfried Kotzian, München und Carsten Eichenberger, M. A., Stuttgart

    „Neuere Entwicklungen im Volksgruppen- und Nationalitätenrecht“ (doc-Datei 70 KB)

    Referent: Dr. Beate Sibylle Pfeil, Südtiroler Volksgruppeninstitut Bozen

    Lesung zum neuen Bestseller von Karl-Markus Gauß:

    „Die Hundeesser von Sybrica“ – Zur Lage der Roma in der Slowakei, mit dem Fotografen zum Buch: Dr. Kurt Kaindl, Salzburg

    Sonntag, 07.11.2004

    Podiumsdiskussion: „Das Sonderproblem der russischen Minderheiten in der EU, vor allem im Baltikum“

    Moderation: Till Scholtz-Knobloch, M.A.

    Teilnehmer:

    Dr. Beate Sibylle Pfeil, Bozen

    Dr. Kurt Kaindl, Salzburg

    Prof. Dr. Rudolf Grulich, Königstein

    Andris Gobiņš, Europa-Bewegung Lettland, Riga

  • 2005 Brixen / Bressanone - Internationale Studientagung

    »100 Jahre Mährischer Ausgleich«

    Montag, 17. 10. 2005

    Festliche Eröffnungsveranstaltung

    Referenten der Veranstalter:

    INTEREG: Dipl.-Ing. Gerald Ohlbaum. Trägerverein des INTEREG

    SENCE: Prof. Dr. György Gyarmathy, Vorsitzender, Zürich

    HDO München und HdH Stuttgart: Bayer. Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen: Dr. Walter Rösner-Kraus, Ltd. Ministerialrat

    SVI: Präsident Dr. Gebhard Dejaco, Brixen/Bozen

    Autonome Region Trentino-Südtirol als Schirmherr: Grußwort von Landeshauptmann Dr. Luis Durnwalder

    Cusanus Akademie als Tagungsstätte: Mag. Konrad Obexer

    Einführungsvortrag zum Tagungsthema:

    „Die Bedeutung des Mährischen Ausgleichs für die Befriedung der Nationalitätenkonflikte in der Habsburger Monarchie“

    Referent: Dr. Ortfried Kotzian (INTEREG, HDO)

    Dienstag, 18. 10. 2005

    „Die österreichische Ausgleichspolitik aus historischer Perspektive“

    Der politische Mechanismus des Mährischen Ausgleichs von 1905

    Referent: Prof. Dr. Horst Glassl (INTEREG, Ungarn-Institut, LMU München)

    Die Ausgleichsverhandlung in Galizien-Lodomerien und in Bosnien-Herzegowina und ihre Ergebnisse

    Referent: Prof. Dr. Rudolf Grulich (INTEREG, Institut für Kirchengeschichte Böhmen, Mähren, Schlesien)

    Brixen als geistig-kulturelles Zentrum Südtirols (Lokalaugenschein)

    Der Bukowiner Ausgleich von 1909/10: Modell zur Regelung ethnischer Konflikte?

    Referent: Lic. phil. Luzian Geier, Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Bukowina-Institut an der Universität Augsburg

    Die Ausgleichsverhandlungen zwischen Deutschen und Tschechen in Böhmen 1890 – 1905. Ergebnisse und Folgen

    Referentin: Dr. Esther Neblich, Lehrstuhl für Bayerische Landesgeschichte, Universität Bayreuth

    Im Brennpunkt:

    „Die Auswirkungen des Mährischen Ausgleichs für die Beziehungen zwischen Sudetendeutschen und Tschechen in der Gegenwart“

    Interview mit Bernd Posselt, MdEP, Bundesvorsitzender der Sudetendeutschen Landsmannschaft

    Moderation: Dr. Norbert Matern, Präsident des Presseclubs München, Vorsitzender des Präsidiums des HDO München

    Mittwoch, 19. 10. 2005

    „Elemente des Mährischen Ausgleichs in der Autonomen Region Trentino-Südtirol“

    Fahrt mit Bus nach Trient zur deutschen Sprachinsel Lusérn/Luserna

    Begrüßung durch den Bürgermeister Luigi Nicolussi-Castellan, Vorsitzender des Sprachinselkomitees

    Einführung in die Thematik der deutschen Sprachinseln in Italien, insbesondere Lusérn (Geschichte, Sprache, Problematik)

    durch Luis Thomas Prader, Sekretär des Sprachinselkomitees

    Besichtigung des „Haus von Prück“

    Lusérner Wohnkultur

    Besuch des Dokumentationszentrums in Lusérn

    Donnerstag, 20. 10. 2005

    „Die europäische Dimension des Mährischen Ausgleichs“

    Elemente des Mährischen Ausgleichs in der Südtiroler Autonomieregelung

    Referent: Prof. Dr. Christoph Pan, SVI

    Die besondere Situation der Ladiner

    Referent: Alt-Landesrat Dr. Hugo Valentin, Präsident des ladinischen Kulturinstituts Micurà de Rü

    Das ungarische Selbstverwaltungssystem für die Minderheiten

    Referent: Dr. Stephan Graf von Bethlen, ung. Parlamentsabgeordneter a.D., Präsident der Paneuropa Union Ungarn

    Exkursion: Das Kloster Neustift in seiner historischen, kulturellen und gegenwärtigen Bedeutung für den deutschen Sprachraum

    Visionen für eine europäische Zukunft (Planspiele in Gruppen)

    Erarbeitung von Lösungsmöglichkeiten von europäischen Minderheitenkonflikten mit Elementen des Mährischen Ausgleichs

    Estland: gestern und heute

    Einführung: Prof. Dr. Henn-Jüri Uibopuu, Universität Salzburg

    Moderation: Prof. Dr. Christoph Pan, SVI

    Der Nordirlandkonflikt

    Einführung: Prof. Dr. Antony Alcock, University of Ulster, Coleraine, Nordirland

    Moderation: Andreas Toscano del Banner, M. A., INTEREG

    Kosovo und Mazedonien

    Einführung: Dr. Beate Sibylle Pfeil, SVI

    Moderation: Dr. Norbert Matern, HDO München

    Freitag, 21. Oktober 2005

    „Chancen und Perspektiven der Regelungen des Mährischen Ausgleichs für die Zukunft Europas“

    Podiumsdiskussion mit Politikern, Wissenschaftlern, Staats- und Europarechtlern

    Kurze Statements, umfassende Diskussion vor dem Hintergrund der Erfahrungen der Woche

    Moderation: Dr. Gebhard Dejaco, Präsident des SVI

    Podiumsteilnehmer:

    Prof. Dr. Antony Alcock, University of Ulster, Coleraine, Nordirland

    Prof. Dr. Horst Glassl, INTEREG; Ungarn-Institut, LMU München

    Joseph von Komlóssy, Budapest (SENCE)

    Dr. Franz Pahl, Südtiroler Landtag

    Karl Walter Ziegler, Bundesvorsitzender der „BRUNA“, Heimatverband der Brünner in der Bundesrepublik Deutschland, Plüderhausen

    Tagungsabschluss mit Zusammenfassung der Tagungsergebnisse

    Zusammenfassung: Dr. Ortfried Kotzian (HDO, INTEREG)

  • 2006 Heiligenhof - Kaukasus-Seminar

    »Menschen, Mächte und Mythen«

    Kaukasus-Seminar »Menschen, Mächte und Mythen«

    Freitag, 17. März 2006

    Impulsreferat: Kaukasische Kerben

    Referent: Carsten Eichenberger, M.A., Stuttgart

    Sprachen, Ethien und Konfessionen im Kaukasus

    Referent: Prof. Dr. Rudolf Grulich, Königstein/Taunus

    Samstag, 18. März 2006

    Vom "Land der Verheißung zum Pulverfaß: Die besondere Tradition des Deutschen in der Kaukasusrepublik Georgien

    Referent: Dr. Ortfried Kotzian, München

    Von Württemberg in den Kaukasus. Spurensuche: Was wurde aus den deutschen Auwanderern?

    Referent: Dr. Karl-Peter Krauss, Tübingen

    Ethnische Kaukasuskonflikte in russischen, ukrainischen und georgischen Filmen von den 20er Jahren bis heute

    Referent: Dr. Hans-Joachim Schlegel, Berlin

    Als Bundeswehrsoldat mit der UNOMIG-Mission in Georgien

    Referent: Major Michael Reinwald, Hammelburg

    Sonntag, 19. März 2006

    Kaukasuskonflikte, ethnische Konflikte und die Sicherheit Europas

    Themenvertiefung mit Dr. Ortfried Kotzian

  • 2007 Heiligenhof - Seminar

    »Brennpunkt Libanon«

    Freitag, 23. 2. 2007

    Minderheiten in der arabischen Welt oder: Wie arabisch ist die Arabische Liga?

    Referent: Prof. Dr. Rudolf Grulich, Königstein

    Filmvorführung „Die Fälschung“ nach dem Roman von Nicolas Born

    Samstag, 24. 2. 2007

    Ursachen und Hintergründe des libanesischen Bürgerkriegs

    Referent: Dr. Otfrid Pustejovsky, Waakirchen

    Die politische Entwicklung im Nahen Osten

    Referent. Dr. Boulos Harb, Reinbek

    Volksgruppen und Minderheiten des Nahen Ostens in der Literatur

    Vortragende: Carsten Eichenberger, Stuttgart, und Dr. Ortfried Kotzian, München, mit musikalischen Zwischenspielen von Catrin Eichenberger

    Sonntag, 25. 2. 2007

    Festakt zum 30. Jubiläum des „Arbeitskreises für Volksgruppen- und Minderheitenfragen“ des Heiligenhofes

    Musikalische Umrahmung: Eichenberger-Quartett

    Eröffnung und Begrüßung durch Prof. Dr. Rudolf Grulich

    Grußwort (doc-Datei 22KB)

    Bericht „30 Jahre Arbeitskreis für Volksgruppen- und Minderheitenfragen – ein Chronik“ (doc-Datei 64 KB)

    Referent: Dr. Ortfried Kotzian

    Festvortrag „Islam und Menschenrechte unter besonderer Berücksichtigung der Rechte ethnischer Minderheiten“ (doc-Datei 65 KB)

    Referent: Dr. Heinz Gstrein, Zürich

  • 2008 Heiligenhof - Seminar

    »Historische Minderheiten in Deutschland«

    Seminar »Historische Volksgruppen und Minderheiten in Deutschland«

    Freitag, 22. Februar 2008

    Vortrag: Die Situation deutscher Sinti und Roma

    Referent: Silvio Peritore, Leiter des Dokumentations- und Kulturzent-rums deutscher Sinti und Roma, Heidelberg

    Samstag, 23. Februar 2008

    Vortrag: Die Sorben in Geschichte und Gegenwart

    Referent: Jurij Wuschansky, Domowina, Bautzen

    Vortrag: Entwicklung der Situation und der Rechte von ethnischen Minderheiten in Europa

    Referentin: Dr. Beate Sibylle Pfeil, Südtiroler Volksgruppen-Institut, Bozen, Italien

    Arbeitsgruppen: Anliegen von ethnischen Minderheiten

    Moderation: Dr. Ortfried Kotzian, München und Carsten Eichenberger, Stuttgart

    Sonntag, 24. Februar 2008

    Vortrag: Die Minderheitenpolitik der europäischen Union

    Referent: Dr. Maximilian Opitz, Universität Augsburg

  • 2008 München - Symposium

    »Kulturelle Identität und Kulturautonomie in Europa«

    Montag, 30.6.2008

    Eröffnung der Studientagung und Moderation (doc-Datei 36 KB)

    Referent: Ltd. RD Dr. Ortfried Kotzian (Haus des Deutschen Ostens)

    Grußworte:

    Grußwort des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen (doc-Datei 29 KB)

    Min.-Dir. Dr. Walter Rösner-Kraus

    Grußwort des Generalkonsulats der Republik Ungarn in München (doc-Datei 29 KB)

    Konsul Gergő Szilágyi

    Grußwort des St. Pius Kollegs (doc-Datei 17 KB)

    Rektor P. Hermann Puhl

    Präsentation der veranstaltenden Organisationen:

    Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen Budapest

    Otto Heinek, Präsident

    Internationales Institut für Nationalitätenrecht und Regionalismus München (doc-Datei 27 KB)

    Dipl.-Ing. Gerald Ohlbaum, stv. Vors. des Trägervereins

    Haus des Deutschen Ostens München

    Prof. Dr. Manfred Kittel, Vorsitzender des Beirats

    Dienstag, 1.7.2008

    Einführungsvortrag - Kulturelle Identität und Kulturautonomie: Was unterscheidet Landsmannschaften in Deutschland und deutsche Minderheiten? Versuch einer Analyse (doc-Datei 87 KB)

    Referent: Dr. Ortfried Kotzian

    Die europäische Dimension der Kulturautonomie für Minderheiten (doc-Datei 54 KB)

    Referent: Milan Horáček MdEP, Brüssel

    DAS BEISPIEL UNGARN

    Die rechtlichen und administrativen Voraussetzungen der Kulturautonomie für die Minderheiten in Ungarn (doc-Datei 548 KB)

    Referentin: Olivia Schubert, Budapest

    Angewandte Kulturautonomie: Das kulturelle Leben der deutschen Minderheit in Ungarn (doc-Datei 41 KB)

    Referent: Otto Heinek, Budapest

    Mehr als 50 Jahre im Dienste der Ungarndeutschen: Die „Neue Zeitung“ Budapest (doc-Datei 56 KB)

    Referent: Johann Schuth, Budapest

    Mittwoch, 2.7.2008

    DEUTSCHE MINDERHEITEN IN EUROPA – EUROPÄISCHE MINDERHEITEN IN DEUTSCHLAND

    Integration und kulturelle Identität – dargestellt am Beispiel der Russlanddeutschen und der deutschen Minderheiten in Osteuropa und in den GUS-Staaten

    Referent: Dr. Christoph Bergner MdB, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister des Innern und Beauftragter der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten,

    Die rechtlichen und administrativen Voraussetzungen der Kulturautonomie der deutschen Minderheit in Dänemark und der dänischen Minderheit in Deutschland

    Deutsches kulturelles Leben in Nordschleswig – Dänisches kulturelles Leben in Schleswig-Holstein

    Referent: Generalsekretär Peter Iver Johannsen, Appenrade/Dänemark

    Deutsche Kulturpflege in der Südbukowina (doc-Datei 47 KB)

    Referent: Dipl.-Ing. Eduard Mohr, Radautz/Rumänien

    Die deutsche Minderheit in Oberschlesien zwischen Zwangspolonisierung, Assimilation und Chancen für die Zukunft

    Referent: Matthias Lempart, M.A., Mechnitz/Oberschlesien

    Minderheitenrechtliche Regelungen für die Sorben in Sachsen und Brandenburg

    Referent: Dr. Ludwig Elle, Bautzen

    Donnerstag, 3.7.2008

    Das Modell Südtirol: Die Südtirolautonomie

    Referent: Univ.-Prof. Dr. Christoph Pan, Bozen

    Eine neue Fachzeitschrift im Dienste der Völkerverständigung: „Europäisches Journal für Minderheitenfragen“

    Präsentation durch die Herausgeber:

    emer. Univ.-Prof. DDr. Franz Matscher

    Univ.-Prof. Dr. Christoph Pan

    Dr. Beate Sibylle Pfeil;

    in Zusammenarbeit mit dem Presseclub München und Bernd Posselt MdEP, Sprecher der Sudetendeutschen Volksgruppe Präsident der Paneuropa-Union Deutschland

    Pressekonferenz

    Moderation: Dr. Norbert Matern

    KULTURARBEIT NACH § 96 BVFG IN MÜNCHEN

    Aufgabenstellung und praktische Umsetzung im Haus des Deutschen Ostens mit Besichtigung

    Führung: Udo W. Acker, stellv. Direktor

    Besuch des Sudetendeutsches Hauses und seiner Einrichtungen

    Führung: Dieter Eder, Kulturbeauftragter der Sudetendeutschen Stiftung

    Besuch des Instituts für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas (IKGS)

    Führung: Prof. h. c. Dr. Stefan Sienerth, Direktor

    Freitag, 4.7.2008

    Podiumsdiskussion „Kulturelle Identität als Zukunftsperspektive“

    Teilnehmer am Podium:

    Dr. Meinolf Arens, Stipendiat der Gerda Henkel Stiftung (Düsseldorf), München

    Matthias Lempart, M.A., Mechnitz/Oberschlesien

    Dipl.-Ing. Eduard Mohr, Verband der Buchenlanddeutschen, Radautz

    Johann Schuth, Chefredakteur der „Neuen Zeitung“, Budapest

    Prof. Dr. Matthias Weber, Direktor des Bundesinstituts für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa, Oldenburg

    Tagungszusammenfassung Referent: Dr. Ortfried Kotzian

  • 2009 Heiligenhof - Seminar

    »Migrationsminderheiten in Deutschland«

    Freitag, 27. Februar 2009

    Vortrag: Migrationsminderheiten und Integrationserfolg am Beispiel deutscher Spätaussiedler (pdf-Datei 160 KB)

    Referent: Prof. Dr. Anton Sterbling, Görlitz

    Samstag, 28. Februar 2009

    Vortrag: Der Status von Migrationsminderheiten im Völkerrecht und im Europarecht (doc-Datei 117 KB)

    Referent: ao. Prof. Dr. Peter Hilpold, Innsbruck

    Vortrag: Die Aufgaben und Struktur des Bundesamtes für Migration (ppt-Datei 1,7 MB)

    Referent: Erwin Schindler, Gruppenleiter Grundsatzfragen Integration im Bundesamt für Migration, Nürnberg

    Vortrag: Europa zwischen regionaler, nationaler und staatlicher Identität

    Referentin: Dr. Eugenie v.Trützschler, Mitarbeiterin im Thüringer Landtag Sachgebietsleiterin: Internationale Beziehungen, Erfurt

    Vortrag: Die Schattenseite der Migration. Verkauft, versklavt, vernichtet - Frauenhandel boomt

    Referentin: Dipl. Soz.-Päd. Laura Schmidt, Solwodi, Bad Kissingen

    Sonntag, 1. März 2009

    Vortrag: Lukas Podolski spielt für Deutschland - Polen in Deutschland heute. Kultur und Selbstverständnis

    Referentin: Dr. Alina Kilian, Essen

    Vortrag: Sind die Rußlanddeutschen in der Bundesrepublik eine „werdende“ Volksgruppe? (doc-Datei 47 KB)

    Referent: Dr. Andreas Keller, Bad Kissingen

  • 2010 Heiligenhof - Seminar

    »Ethnische Minderheiten in der Minderheit«

    Freitag, 29. Januar

    Vortrag: Theoretische Grundlagen der Beschäftigung mit Volksgruppen und ethnischen sowie religiösen Minderheiten

    Referent: Prof. Dr. Rudolf Grulich, Nürnberg

    Samstag, 30. Januar

    Vortrag: Die Aramäer in Deutschland (doc-Datei 60Kb) (ppt-Datei 7Mb)

    Referent: David Gelen, Heilbronn

    Vortrag: Die Assyrer

    Referent: Abdulmesih BarAbraham, Augsburg

    Vortrag: Die Armenier

    Referent: Azat Ordukhanian, Bochum

    Vortrag: Die Uiguren (pdf-Datei 1,6 Mb)

    Referent: Kayser Burkut, München

    Vortrag: Die Vojwodina-Ungarn (ppt-Datei 6,5Mb) (pdf-Datei 1,2Mb)

    Referentin: Tünde Kaip, Straubing

    Vortrag: Die Litauer

    Referenten: Ausra und Eduard Friedt, Erfurt

    Sonntag, 31. Januar

    Vortrag: 60 Jahre Föderalistische Union Europäischer Volksgruppen (FUEV) (pdf-Datei 6Mb)

    Referent: Jan Diedrichsen, Sekretariat der Deutschen Volksgruppe in Kopenhagen/Dänemark

    Weitere Referate sind demnächst zugänglich.

    Die Tagungszusammenfassung ist hier erhältlich. (doc-Datei 30Kb)

  • 2011 Heiligenhof - Seminar

    »Kleine Minderheiten in Europa und ihre Entwicklung von 1990 bis 2010«

    Freitag, 21. Januar 2011

    19.00 Uhr Begrüßung, Einführung in die Seminarthematik, persönliche Vorstellungsrunde

    Moderation: Studienleiter Gustav Binder und Dr. Ortfried Kotzian

    19.30 – 20.00 Uhr Kurzbericht: Der „Teilhabestatus“ des INTEREG beim Europarat

    Berichterstatter: Josef Peter Fuckerieder, Kehl am Rhein

    20.00 – 21.00 Uhr Vortrag: Zukunftsperspektiven kleiner Volksgruppen in Europa: Von der Insel Man über Liven und Karaime zu den Istrorumänen, Dobrudschatataren und Ubychen

    Referent: Prof. Dr. Rudolf Grulich, Nürnberg

    anschließend Diskussion

    Samstag, 22. Januar 2011

    Tagesthema: Kleine Minderheiten im Donau-Karpatenraum

    09.00 Uhr Vortrag: Die Deutschen in Ungarn

    Referentin: Dipl.-Geogr. Nina Roser, Berlin

    10.30 Uhr Vortrag: Die Deutschen in der Slowakei

    Referentin: Tünde Kaip, B. A., Straubing

    15.00 Uhr Vortrag: Kleine Minderheiten im Donau-Karpatenraum im Vergleich

    Referent: Dr. Meinolf Arens, Geseke

    16.00 Uhr Vortrag: Aus der Forscherwerkstatt: Geographische und demographische Studien zu kleinen Minderheiten in Ungarn und der Slowakei

    Referent: Andreas Toscano del Banner, M. A., München

    17.00 Uhr Workshops „Ungarn“ und „Slowakei“ – 10 Thesen zu 2 Ländern

    19.00 – 20.00 Uhr Berichte aus den Workshops

    Leitung: Dr. Ortfried Kotzian, Augsburg

    Sonntag, 23. Januar 2011

    09.00 Uhr Podiumsdiskussion: Kleine Minderheiten im europäischen Vergleich

    Referenten: Giorgi Chkhaidze, M. A., München (Georgier)

    Tatiana Koroleva, M. A., München (Russin)

    Matthias Lempart, M. A., Mechnitz (Schlesier)

    Azat Ordukhanian, Bochum (Armenier)

    Dr. Eugenie von Trützschler, Tiefengruben (Pragerin)

    Moderation: Dr. Meinolf Arens, Geseke

  • 2012 Heiligenhof

    „Sprachenpolitik in Europa“

    Tagung des „Arbeitskreises Volksgruppen und Minderheiten“

    in Zusammenarbeit mit dem Haus des Deutschen Ostens München sowie der

    Bildungs- und Begegnungsstätte „Der Heiligenhof“ Bad Kissingen

    vom 24. bis 26. Februar 2012

    in der Bildungs- und Begegnungsstätte „Der Heiligenhof“ Bad Kissingen

    Von 2007 bis 2010 gab es unter den 27 EU-Kommissaren einen mit ausschließlicher Zuständigkeit für „Sprachen“ bzw. „Mehrsprachigkeit“. Dieser damals neugeschaffene Posten wurde mit dem rumänischen Politiker ungarischer Nationalität Leonard Orban besetzt. Nach der Umbesetzung der Kommission unter Präsident Jose Manuel Barroso 2010 wurde die Sprachenkommission wieder dem Bildungsressort zugeordnet. Der Aufgabenbereich der Sprachkommission ist – neben den Zuständigkeiten für die Übersetzungs- und Dolmetscherdienste in den EU-Gremien (23 Amtssprachen!) – für die Förderung von Fremdsprachenkenntnissen für alle EU-Bürger (Motto: „Mindestens zwei Fremdsprachen lernen!“), die Förderung der Rechte von Sprechern regionaler und Minderheitensprachen sowie der Sprachen von Migranten. Manche Gruppierungen und Stimmungen hielten seinerzeit einen EU-Sprachenkommissar für überflüssig und dem Proporzdenken („Jedes Land einen EU-Kommissar“) geschuldet, wo man das 2007 beigetretene Land Rumänien auch mit einem „unbedeutenden“ Fachgebiet bedienen mußte. Entsprechend dieser weit verbreiteten politischen Einstellungen wurde die Sprachenkommission als eigenständige Einheit abgeschafft. Die Tagung möchte sich mit diesen „unbedeutenden“ Themen, der Situation ethnischer und sprachlicher Minderheiten in Europa beschäftigen und grundsätzliche Probleme und Lösungswege anhand konkreter Gruppen und von Beispielen aufzeigen.

    Programm „Sprachenpolitik in Europa“

    Freitag, 24. Februar

    Begrüßung und Einführung in die Seminarthematik

    Für den Heiligenhof: Studienleiter Gustav Binder, Bad Kissingen

    Für INTEREG und HDO: Dr. Ortfried Kotzian, Augsburg/München

    Moderation der Tagung: Dr. Meinolf Arens, Geseke

    Die Situation der deutschen Minderheit und der deutschen Sprache in der Tschechischen Republik

    Referent: Martin Dzingel, Prag

    Samstag, 25. Februar

    Die Situation der deutschen Minderheit und der deutschen Sprache im Elsass (2,6 MB)

    Referent: Bernard Buckenmeyer, Oberhausbergen, Elsass

    Vom Sprachenkampf über Bundesstaat zum Staatenbund oder „Gibt es Belgien 2030 noch?“

    Referent: Dr. Yvo J. D. Peeters, Brüssel

    Die Zukunft der deutschen Sprache und Kultur in Oberschlesien

    Referent: Matthias Lempart, M.A., Mechnitz, Oberschlesien

    Sprachenpolitik in der Romania – die romanischen Sprachen und die Sprachminderheiten

    Referent: Prof. Dr. Joachim Born, Universität Gießen

    Sprachenpolitik in Europa – ein Überblick

    Referentin: Dr. Beate Sibylle Pfeil, Freiburg/Bozen

    Sonntag, 26. Februar

    Podiumsdiskussion: Von der Region zur europäischen Integration – Sterben Europas Sprachen aus?

    Teilnehmer:

    Bernard Buckenmeyer, Oberhausbergen

    Martin Dzingel, Prag

    Matthias Lempart, M. A., Mechnitz

    Dr. Yvo J. D. Peeters, Brüssel

    Luis Thomas Prader, Aldein

    Teodora Živković, Zagreb

    Leitung: Dr. Meinolf Arens, Geseke

    Zusammenfassung (Gustav Binder)

    Thema des Wochenendseminars war die „Sprachenpolitik in Europa“, wobei die Sprachenpolitik der Europäischen Union, in einzelnen Staaten und Regionen und bei bestimmten ethnischen oder nationalen Gruppen sowie in europäischen Institutionen gemeint war. Die Veranstaltung wurde nach der Begrüßung durch die Repräsentanten der Veranstalter, Andreas Ringleb für den Heiligenhof sowie von Dr. Ortfried Kotzian für das HDO und Intereg, beide München, mit einem Beitrag des Präsidenten der Landesversammlung der Deutschen in Böhmen, Mähren und Schlesien, Martin Dzingel, eröffnet.

    In Europa, das mittlerweile 47 Staaten umfaßt, gibt es über 90 autochthone Sprachen. Allein auf dem Gebiet der EU-27 sind etwa 90 Regional- und Minderheitensprachen beheimatet. Neben dieser quantitativen Dimension der Sprachen Europas gibt es auch eine qualitative, z.B. jene im Kontext des kulturellen Erbes Europas. Hinzu kommen beeindruckende neue Thesen zu den günstigen wirtschaftlichen Auswirkungen bei der Förderung von Sprachen regionaler und nationaler Minderheiten. Diese wurden u.a. durch die Beobachtung entwickelt, daß dann, wenn in Gebieten mit gewachsener Mehrsprachigkeit entsprechende Sprach- und Minderheitenschutzvorkehrungen getroffen wurden, nicht nur Frieden, sondern in einigen Fällen (Südtirol, Alandinseln, Katalonien) auch Wohlstand Einzug halten konnte. Zu den wichtigsten Faktoren, die von staatlicher Seite zum Erhalt von Minderheitensprachen beitragen können, gehören:

    1) die allgemeinen und zugleich besonders minderheitenrelevanten Menschenrechte: Rechte auf Identität, Gleichheit und Nichtdiskriminierung, ungehinderte Kontakte, Vereinigungsfreiheit (einschl. des Rechts auf Gründung politischer Parteien).

    2) die sprachspezifischen Minderheitenrechte: allgemeine (finanzielle) Sprachförderung, Sprachenrechte im Bereich des amtlichen Gebrauchs (vor Behörden und Gerichten) und der Toponomastik, der Bildung und der Medien.

    3) die klassischen Kollektivrechte, die für die politische Organisation von Sprachgemeinschaften von Bedeutung sind: Rechte auf Mitbestimmung, politische Vertretung und Autonomie bzw. regionale Selbstverwaltung (neuerdings „regionale Demokratie“ genannt). Auf der Ebene des Europarates sind 1998 zwei Völkerrechtskonventionen in Kraft getreten, die – jedenfalls theoretisch und abgesehen vom Thema Kollektivrechte – fast alle für den Erhalt von Minderheitensprachen

    wesentlichen Bereiche abdecken. Die Europäische Union befaßt sich dagegen nach wie vor nur am Rande mit dem Thema Minderheiten und Minderheitensprachen, allerdings haben diese durch den Vertrag von Lissabon eine nicht zu unterschätzende Aufwertung erfahren. In der Praxis der Staaten Europas weisen die Rechte auf der menschenrechtlichen Ebene den höchsten und die Rechte auf der kollektivrechtlichen Ebene den niedrigsten Verwirklichungsstand auf.

    Der Vergleich zwischen den theoretischen Anforderungen an eine effektive Sprachenpolitik und der Sprachenpolitik in der internationalen und nationalen Praxis deckt einerseits die Lücken auf, die noch zu schließen wären, um dem Sprachensterben in Europa Einhalt zu gebieten, andererseits läßt sich auch eine insgesamt positive und Hoffnungen weckende Dynamik erkennen.

    Martin Dzingel, Prag, referierte über die gegenwärtige Situation der deutschen Minderheit und der deutschen Sprache in seinem Heimatland. Die Deutschen in der Tschechischen Republik sind mittlerweile eine sehr kleine ethnische Minderheit. Die EU-weite Volkszählung 2011 ergab, daß sich innerhalb eines Jahrzehnts die Zahl der autochthonen Deutschen in der Tschechischen Republik auf rund 18.000 Personen halbiert hat. Etwa ebenso viele deutsche Staatsbürger leben mittlerweile in Tschechien. Von ehemals rund 3,5 Millionen Deutschen in Böhmen und Mähren der Zwischenkriegszeit wurden etwa 3,2 Millionen Menschen nach Kriegsende bis 1947 vertrieben. Es blieben zurück: einige deutsche Antifaschisten, einige Personen aus gemischt-ethnischen Familien sowie für eine kürzere oder längere Zeitspanne unabkömmliche Fachleute. Die Verbliebenen waren spezifischen Benachteiligungen, Enteignungen, Entwurzelungen etc. ausgesetzt und konnten sich nicht organisieren oder eine Schulbildung, geschweige denn Hochschulausbildung in ihrer Muttersprache erhalten.

    Die deutsche Sprache sei nie explizit verboten gewesen, es habe etwa die Möglichkeit gegeben Germanistik zu studieren, jedoch sei sie im öffentlichen Leben (Gottesdienste, Radio, Fernsehen) nicht vorgekommen und die Deutschen hätten sich sehr zurückgehalten mit ihrem Gebrauch in der Öffentlichkeit. Mit Gründung des sozialistischen Bruderlandes DDR mußten die Machthaber in einen „guten“ und einen „schlechten“ deutschen Nachbarn unterscheiden. Es gab nunmehr die Möglichkeit Bücher aus DDR-Produktionen zu kaufen und es erschienen systemkonforme deutschsprachige Publikationen. In der Zeit des Prager Frühlings gelang die Gründung eines kommunistisch ausgerichteten „Deutschen Kulturverbandes“. In den 1960er Jahren gab es aber für Deutsche die Möglichkeit in die Bundesrepublik auszusiedeln wovon viele Gebrauch machten. Erst nach den politischen Umbrüchen in Ostmitteleuropa wurde unter freien Bedingungen die „Landesversammlung“ der Deutschen gegründet, die sich jedoch weniger als politische Interessenvertretung sondern als kultur- und gemeinschaftspflegende Einrichtung versteht. Unter dem Dach der Landesversammlung sind 23 Regionalgruppierungen, die über 13 Begegnungszentren in der Tschechischen Republik verfügen. Hauptziel des Verbandes ist die Erhaltung der eigenen ethnischen und sprachlichen Identität. Dzingel zeigte sich überzeugt, daß die deutsche Minderheit, trotz massiver Schrumpfung und demographischer Überalterung, eine Zukunft habe.

    Die deutsche Sprache werde in der Tschechischen Republik noch von vielen Menschen gesprochen. Insbesondere die politischen und kulturellen Eliten und das Exil seien auch in der deutschen Sprache und Kultur zu Hause gewesen. In den Jahren nach 1990 habe die deutsche Sprache eine Renaissance erfahren. Der Schulunterricht sei intensiviert worden – so hätten Russischlehrer umgeschult – und das Angebot die deutsche Sprache zu lernen sei verbreitert worden. Im Vergleich zur englischen Sprache sei die deutsche Sprache jedoch weit abgeschlagen und die Verbreitung schrumpfe kontinuierlich. Daher ist schon die Frage zu stellen woraus der Referent seinen Optimismus in Bezug auf die Zukunft der deutschen Minderheit und den Gebrauch der deutschen Sprache in Tschechien zieht.Der Historiker Matthias Lempart, Mechniz und München, referierte über die Zukunft der deutschen Sprache und Kultur in Oberschlesien. Um die gegenwärtige Situation in Oberschlesien begreifen und über die zukünftige Rolle der deutschen Sprache und Kultur in diesem Teil Mitteleuropas nachdenken zu können, muß notwendigerweise der historisch-kulturelle Hintergrund dieser spezifischen Grenzregion ausführlicher beleuchtet werden. Oberschlesien war bis 1945 eine Region, in der das Selbstbestimmungsrecht, das nach dem Ersten Weltkrieg propagiert wurde, weitgehend zur Geltung kam. Westliche Teile der Region verblieben auf Grund einer Volksabstimmung bei Deutschland, obwohl sie nach den sogenannten objektiven Nationalitätskriterien, gemeint ist vor allem die sprachliche Differenzierung, zu einem großen Teil von einer Bevölkerung bewohnt waren, die eine nichtdeutsche, d.h. polnische bzw. tschechische (in jeweils dialektaler Form) Umgangssprache hatte und das Deutsche in der Regel erst in der Schule lernte.

    So blieb es im Ganzen und Großen bis 1945, wobei die Städte, auch die kleineren Kreisstädte, hier auszuklammern sind; dort wurde im Allgemeinen Deutsch gesprochen, auch zu Hause. Nach 1945 veränderte sich die Situation in den Städten radikal. Die Deutschen wurden ausgewiesen, polnische Bevölkerung besiedelte die Städte neu. Auf dem Land aber konnte die einheimische Bevölkerung in einigen Regionen verbleiben, zum Preis einer freiwilligen ansonsten aber erzwungenen Polonisierung. Diese Bevölkerung, in der Volksrepublik Polen „Autochthone“ genannt, bediente sich nach wie vor der polnischen Mundart als Umgangssprache. Durch das 45 Jahre andauernde umfassende Verbot der deutschen Sprache wurde sie jedoch sprachlich „entdeutscht“. Nach der Wende 1989/90 wurde sie zum Träger der deutschen Minderheitsbewegung. In wenigen Jahren wird sich das Schicksal der deutschen Minderheit in Oberschlesien endgültig entscheiden und zwar an der Frage, ob es der deutschen Minorität gelingen wird, die deutsche Sprache als Schlüssel zur deutschen Kultur und verbindendes Band zum deutschsprachigen Kulturraum in Oberschlesien wieder fest zu verwurzeln. Identitätsstiftende Kulturarbeit und funktionierendes „Minderheitsschulwesen“ sind notwendige Voraussetzungen dafür. Da es daran, auch über 20 Jahre nach der politischen Wende, mangelt, steht die Zukunft der deutschen Sprache und der deutschen Kultur, und folgerichtig auch der deutschen Minderheit in Oberschlesien unter einem großem Fragezeichen.

    Bernard Bruckenmeyer aus dem elsässischen Oberhausbergen referierte über die Situation der deutschen Sprache bei der Bevölkerung des Elsass in der Gegenwart und die Ursachen für den stetig voranschreitenden Rückgang von Sprachkompetenz und Sprachgebrauch. Er erläuterte die Geschichte des Elsass und seiner Bevölkerung im 19 und 20 Jahrhundert, die im Zentrum der deutsch-französischen Konflikte stand.

    Die tendenziell repressive deutsche Politik im Elsass (1870-1918, 1940-1944) und die repressive französische Sprachpolitik (1918-1940, 1944-1980er) führte langfristig zu einer schrittweisen Adaption des französischen als Muttersprache bei einer immer grösser werdenden Gruppe von Elsässern und der Identifikation mit der französischen Nation. Gleichzeitig ist bis in die Gegenwart die elsässische Regionalidentität zumindest bei einem Teil der Bevölkerung stark ausgeprägt. Rund 40-50% der Bevölkerung verwenden zudem den jeweiligen regionalen deutschen Dialekt im häuslichen und lokalen Umfeld als Muttersprache. Aufgrund eines fehlenden deutschsprachigen Bildungsangebots und mangelnden Interesse an einem solchen ist mit einem weiteren Rückgang der Sprecher dieser deutschen Dialekte besonders bei den jüngeren Generationen auszugehen.

    Prof. Dr. Joachim Born aus Gießen behandelte in seinem Vortrag Sprachen und Sprachminderheiten in der gegenwärtigen Romania mit einem Rückblick auf die Wandlungsprozesse der letzten Jahrzehnte. In den romanischsprachigen Staaten kam es im Laufe des 19. Und der ersten drei Viertel des 20. Jahrhunderts zu einem erheblichen Rückgang lokaler und regionaler romansicher Idiome, Dialekte und Sprachen. Besonders in Frankreich war aufgrund von dessen rigider Sprachpolitik dieser Rückgang festzustellen. Einige Sprachen und Dialekte wie mehrere Varianten des Okzitentanischen sind auch vom Aussterben bedroht. In den letzten 3 Jahrzehnten lässt sich in den romanischen Staaten Europas aber auch Lateinamerikas eine gegenläufige Tendenz feststellen. In Italien und Spanien kam es durch eine sich wandelnde Bildungs- und Kulturpolitik sowie einer politischen Regionalisierung zu einer Festigung und Stärkung regionaler romanischer Sprachen wie die des Sardischen, des Friaulischen, des Katalanischen etc. Das wachsende Selbstbewusstsein ihrer Sprecher wird durch die flächendeckende Einführung der neuen Medien weiter gefestigt. Das Internet bietet auch zahlenmäßig kleinen und verstreut siedelnden Sprachgruppen und Minderheiten die Möglichkeit problemlos miteinander jederzeit in der gewünschten Sprache kommunizieren zu können. Born zeigte sich optimistisch was den Erhalt kleinerer romanischer Sprachen und Dialekte angeht.

    Dr. Yvo J. D. Peeters aus Brüssel schilderte die Geschichte der Flamen in Belgien von der Gründung des Staates 1830/1831 bis in die Gegenwart. Als Politiker und nationalflämischer Aktivist sieht er die Flamen in der Geschichte Belgiens in einer ausschließlichen Opferrolle verortet. Er trat als Aktivist der Bewegung die für die Auflösung Belgiens eintritt auf und befürwortete zusätzlich den nur von Außenseitern befürworteten langfristigen Zusammenschluss zwischen den Niederlanden und Flandern.

    Bei der von Dr. Meinolf Arens (Geseke/München) geleiteten Podiumsdiskussion stand die Frage nach der Zukunft von Minderheitensprachen und nach Strategien diese zu erhalten im Zentrum.

    Luis Thomas Prader aus Bozen erläuterte am Beispiel der verstreuten deutschsprachigen Gruppen außerhalb Südtirols im nördlichen Italien (Zimbern) das durch die Förderung von Stolz und Selbstbewusstsein auf lokaler Ebene sehr viel erreicht werden kann. Gerade kleine alltagspraktische Schritte wie die Anbringung zweisprachiger Strassennamen, Hinweistafeln oder Speisekarten fördern zumindest den situativen Gebrauch auch von Kleinstsprachen. Die Kombination von Status und Spracherhalt sei nicht voneinander zu trennen.

    Dr. Beate Sibylle Pfeil betonte noch einmal den Zusammenhang von Autonomieregelungen für Regionen die kompakt von einer nationalen Minderheit bewohnt seien auf eine Verbesserung der dortigen ökonomischen Situation anhand der Beispiele aus Finnland, Italien und Spanien.

    Teodora Živković aus Zagreb betonte die Bedeutung der neuen Medien für den Erhalt der Muttersprache und Identität bei kleinen sehr verstreut siedelnden Minderheiten, wie die der Slowaken in Kroatien die in diesem Falle auch aktiv genutzt werden. Der starke Zusammenhalt und die weiterhin stabile Identifikation der Slowaken in Kroatien und Serbien mit der modernen slowakischen Nation seine dabei als Schlüssel und Motor anzusehen.

    Im Gegensatz dazu sieht Bernard Brückenmeyer in den neuen Medien nur dann eine Stärkung von Minderheiten wenn sich die betreffende Gruppe auch dafür interessiert. Im Falle der jüngeren Generationen im Elsass sei das nicht der Fall da sie die neuen Medien nahezu ausschließlich in französischer Sprache nutzen.

    Dr. Yvo J. D. Peeters sah nur in der Auflösung Belgiens eine Möglichkeit für die Weiterentwicklung des Raumes. Diese Auflösung würde aber keineswegs die massiven Probleme mit der grossen Zahl von muslimischen Neumigranten aus Nordafrika und der Türkei die in wenigen Jahrzehnten die Mehrheit etwa in Brüssel stellen werden lösen können.

  • 2013 Heiligenhof

    Seminar "Die Situation der Christen im Vorderen Orient"

  • 2013 München

    Vortragsabend "Regionale Autonomie"

  • 2013 Ilok (Kroatien)

    Forum Hungaricum IV: "Kroatien und seine Nachbarn"

  • 2013 München

    Vortrag "Die Autonome Provinz Voivodina seit der Wende von 2000"

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