Tagung „Sprachenpolitik in Europa“

 

Vom 24. bis 26. Februar 2012

In der Bildungs- und Begegnungsstätte „Der Heiligenhof“ Bad Kissingen

 

Tagung des „Arbeitskreises Volksgruppen und Minderheiten“

in Zusammenarbeit mit dem Haus des Deutschen Ostens München sowie der

Bildungs- und Begegnungsstätte „Der Heiligenhof“ Bad Kissingen

 

Von 2007 bis 2010 gab es unter den 27 EU-Kommissaren einen mit ausschließlicher Zuständigkeit für „Sprachen“ bzw. „Mehrsprachigkeit“. Dieser damals neugeschaffene Posten wurde mit dem rumänischen Politiker ungarischer Nationalität Leonard Orban besetzt. Nach der Umbesetzung der Kommission unter Präsident Jose Manuel Barroso 2010 wurde die Sprachenkommission wieder dem Bildungsressort zugeordnet. Der Aufgabenbereich der Sprachkommission ist – neben den Zuständigkeiten für die Übersetzungs- und Dolmetscherdienste in den EU-Gremien (23 Amtssprachen!) – für die Förderung von Fremdsprachenkenntnissen für alle EU-Bürger (Motto: „Mindestens zwei Fremdsprachen lernen!“), die Förderung der Rechte von Sprechern regionaler und Minderheitensprachen sowie der Sprachen von Migranten. Manche Gruppierungen und Stimmungen hielten seinerzeit einen EU-Sprachenkommissar für überflüssig und dem Proporzdenken („Jedes Land einen EU-Kommissar“) geschuldet, wo man das 2007 beigetretene Land Rumänien auch mit einem „unbedeutenden“ Fachgebiet bedienen mußte. Entsprechend dieser weit verbreiteten politischen Einstellungen wurde die Sprachenkommission als eigenständige Einheit abgeschafft. Die Tagung möchte sich mit diesen „unbedeutenden“ Themen, der Situation ethnischer und sprachlicher Minderheiten in Europa beschäftigen und grundsätzliche Probleme und Lösungswege anhand konkreter Gruppen und von Beispielen aufzeigen.

Programm „Sprachenpolitik in Europa“

 

Freitag, 24. Februar

Begrüßung und Einführung in die Seminarthematik

Für den Heiligenhof: Studienleiter Gustav Binder, Bad Kissingen

Für INTEREG und HDO: Dr. Ortfried Kotzian, Augsburg/München

Moderation der Tagung: Dr. Meinolf Arens, Geseke

Martin Dzingel, Prag: "Die Situation der deutschen Minderheit und der deutschen Sprache in der Tschechischen Republik"

 

Samstag, 25. Februar

Bernard Buckenmeyer, Oberhausbergen, Elsass: "Die Situation der deutschen Minderheit und der deutschen Sprache im Elsass"

Dr. Yvo J. D. Peeters, Brüssel: "Vom Sprachenkampf über Bundesstaat zum Staatenbund oder „Gibt es Belgien 2030 noch?“"

Matthias Lempart, M.A., Mechnitz, Oberschlesien: "Die Zukunft der deutschen Sprache und Kultur in Oberschlesien"

Prof. Dr. Joachim Born, Universität Gießen: "Sprachenpolitik in der Romania – die romanischen Sprachen und die Sprachminderheiten"

Dr. Beate Sibylle Pfeil, Freiburg/Bozen: "Sprachenpolitik in Europa – ein Überblick"

 

Sonntag, 26. Februar

Podiumsdiskussion: Von der Region zur europäischen Integration – Sterben Europas Sprachen aus?

Teilnehmer:

Bernard Buckenmeyer, Oberhausbergen

Martin Dzingel, Prag

Matthias Lempart, M. A., Mechnitz

Dr. Yvo J. D. Peeters, Brüssel

Luis Thomas Prader, Aldein

Teodora Živković, Zagreb

Leitung: Dr. Meinolf Arens, Geseke

 

Zusammenfassung (Gustav Binder):

Thema des Wochenendseminars war die „Sprachenpolitik in Europa“, wobei die Sprachenpolitik der Europäischen Union, in einzelnen Staaten und Regionen und bei bestimmten ethnischen oder nationalen Gruppen sowie in europäischen Institutionen gemeint war. Die Veranstaltung wurde nach der Begrüßung durch die Repräsentanten der Veranstalter, Andreas Ringleb für den Heiligenhof sowie von Dr. Ortfried Kotzian für das HDO und Intereg, beide München, mit einem Beitrag des Präsidenten der Landesversammlung der Deutschen in Böhmen, Mähren und Schlesien, Martin Dzingel, eröffnet.

In Europa, das mittlerweile 47 Staaten umfaßt, gibt es über 90 autochthone Sprachen. Allein auf dem Gebiet der EU-27 sind etwa 90 Regional- und Minderheitensprachen beheimatet. Neben dieser quantitativen Dimension der Sprachen Europas gibt es auch eine qualitative, z.B. jene im Kontext des kulturellen Erbes Europas. Hinzu kommen beeindruckende neue Thesen zu den günstigen wirtschaftlichen Auswirkungen bei der Förderung von Sprachen regionaler und nationaler Minderheiten. Diese wurden u.a. durch die Beobachtung entwickelt, daß dann, wenn in Gebieten mit gewachsener Mehrsprachigkeit entsprechende Sprach- und Minderheitenschutzvorkehrungen getroffen wurden, nicht nur Frieden, sondern in einigen Fällen (Südtirol, Alandinseln, Katalonien) auch Wohlstand Einzug halten konnte. Zu den wichtigsten Faktoren, die von staatlicher Seite zum Erhalt von Minderheitensprachen beitragen können, gehören:

1) die allgemeinen und zugleich besonders minderheitenrelevanten Menschenrechte: Rechte auf Identität, Gleichheit und Nichtdiskriminierung, ungehinderte Kontakte, Vereinigungsfreiheit (einschl. des Rechts auf Gründung politischer Parteien).

2) die sprachspezifischen Minderheitenrechte: allgemeine (finanzielle) Sprachförderung, Sprachenrechte im Bereich des amtlichen Gebrauchs (vor Behörden und Gerichten) und der Toponomastik, der Bildung und der Medien.

3) die klassischen Kollektivrechte, die für die politische Organisation von Sprachgemeinschaften von Bedeutung sind: Rechte auf Mitbestimmung, politische Vertretung und Autonomie bzw. regionale Selbstverwaltung (neuerdings „regionale Demokratie“ genannt). Auf der Ebene des Europarates sind 1998 zwei Völkerrechtskonventionen in Kraft getreten, die – jedenfalls theoretisch und abgesehen vom Thema Kollektivrechte – fast alle für den Erhalt von Minderheitensprachen

wesentlichen Bereiche abdecken. Die Europäische Union befaßt sich dagegen nach wie vor nur am Rande mit dem Thema Minderheiten und Minderheitensprachen, allerdings haben diese durch den Vertrag von Lissabon eine nicht zu unterschätzende Aufwertung erfahren. In der Praxis der Staaten Europas weisen die Rechte auf der menschenrechtlichen Ebene den höchsten und die Rechte auf der kollektivrechtlichen Ebene den niedrigsten Verwirklichungsstand auf.

Der Vergleich zwischen den theoretischen Anforderungen an eine effektive Sprachenpolitik und der Sprachenpolitik in der internationalen und nationalen Praxis deckt einerseits die Lücken auf, die noch zu schließen wären, um dem Sprachensterben in Europa Einhalt zu gebieten, andererseits läßt sich auch eine insgesamt positive und Hoffnungen weckende Dynamik erkennen.

Martin Dzingel, Prag, referierte über die gegenwärtige Situation der deutschen Minderheit und der deutschen Sprache in seinem Heimatland. Die Deutschen in der Tschechischen Republik sind mittlerweile eine sehr kleine ethnische Minderheit. Die EU-weite Volkszählung 2011 ergab, daß sich innerhalb eines Jahrzehnts die Zahl der autochthonen Deutschen in der Tschechischen Republik auf rund 18.000 Personen halbiert hat. Etwa ebenso viele deutsche Staatsbürger leben mittlerweile in Tschechien. Von ehemals rund 3,5 Millionen Deutschen in Böhmen und Mähren der Zwischenkriegszeit wurden etwa 3,2 Millionen Menschen nach Kriegsende bis 1947 vertrieben. Es blieben zurück: einige deutsche Antifaschisten, einige Personen aus gemischt-ethnischen Familien sowie für eine kürzere oder längere Zeitspanne unabkömmliche Fachleute. Die Verbliebenen waren spezifischen Benachteiligungen, Enteignungen, Entwurzelungen etc. ausgesetzt und konnten sich nicht organisieren oder eine Schulbildung, geschweige denn Hochschulausbildung in ihrer Muttersprache erhalten.

Die deutsche Sprache sei nie explizit verboten gewesen, es habe etwa die Möglichkeit gegeben Germanistik zu studieren, jedoch sei sie im öffentlichen Leben (Gottesdienste, Radio, Fernsehen) nicht vorgekommen und die Deutschen hätten sich sehr zurückgehalten mit ihrem Gebrauch in der Öffentlichkeit. Mit Gründung des sozialistischen Bruderlandes DDR mußten die Machthaber in einen „guten“ und einen „schlechten“ deutschen Nachbarn unterscheiden. Es gab nunmehr die Möglichkeit Bücher aus DDR-Produktionen zu kaufen und es erschienen systemkonforme deutschsprachige Publikationen. In der Zeit des Prager Frühlings gelang die Gründung eines kommunistisch ausgerichteten „Deutschen Kulturverbandes“. In den 1960er Jahren gab es aber für Deutsche die Möglichkeit in die Bundesrepublik auszusiedeln wovon viele Gebrauch machten. Erst nach den politischen Umbrüchen in Ostmitteleuropa wurde unter freien Bedingungen die „Landesversammlung“ der Deutschen gegründet, die sich jedoch weniger als politische Interessenvertretung sondern als kultur- und gemeinschaftspflegende Einrichtung versteht. Unter dem Dach der Landesversammlung sind 23 Regionalgruppierungen, die über 13 Begegnungszentren in der Tschechischen Republik verfügen. Hauptziel des Verbandes ist die Erhaltung der eigenen ethnischen und sprachlichen Identität. Dzingel zeigte sich überzeugt, daß die deutsche Minderheit, trotz massiver Schrumpfung und demographischer Überalterung, eine Zukunft habe.

Die deutsche Sprache werde in der Tschechischen Republik noch von vielen Menschen gesprochen. Insbesondere die politischen und kulturellen Eliten und das Exil seien auch in der deutschen Sprache und Kultur zu Hause gewesen. In den Jahren nach 1990 habe die deutsche Sprache eine Renaissance erfahren. Der Schulunterricht sei intensiviert worden – so hätten Russischlehrer umgeschult – und das Angebot die deutsche Sprache zu lernen sei verbreitert worden. Im Vergleich zur englischen Sprache sei die deutsche Sprache jedoch weit abgeschlagen und die Verbreitung schrumpfe kontinuierlich. Daher ist schon die Frage zu stellen woraus der Referent seinen Optimismus in Bezug auf die Zukunft der deutschen Minderheit und den Gebrauch der deutschen Sprache in Tschechien zieht.Der Historiker Matthias Lempart, Mechniz und München, referierte über die Zukunft der deutschen Sprache und Kultur in Oberschlesien. Um die gegenwärtige Situation in Oberschlesien begreifen und über die zukünftige Rolle der deutschen Sprache und Kultur in diesem Teil Mitteleuropas nachdenken zu können, muß notwendigerweise der historisch-kulturelle Hintergrund dieser spezifischen Grenzregion ausführlicher beleuchtet werden. Oberschlesien war bis 1945 eine Region, in der das Selbstbestimmungsrecht, das nach dem Ersten Weltkrieg propagiert wurde, weitgehend zur Geltung kam. Westliche Teile der Region verblieben auf Grund einer Volksabstimmung bei Deutschland, obwohl sie nach den sogenannten objektiven Nationalitätskriterien, gemeint ist vor allem die sprachliche Differenzierung, zu einem großen Teil von einer Bevölkerung bewohnt waren, die eine nichtdeutsche, d.h. polnische bzw. tschechische (in jeweils dialektaler Form) Umgangssprache hatte und das Deutsche in der Regel erst in der Schule lernte.

So blieb es im Ganzen und Großen bis 1945, wobei die Städte, auch die kleineren Kreisstädte, hier auszuklammern sind; dort wurde im Allgemeinen Deutsch gesprochen, auch zu Hause. Nach 1945 veränderte sich die Situation in den Städten radikal. Die Deutschen wurden ausgewiesen, polnische Bevölkerung besiedelte die Städte neu. Auf dem Land aber konnte die einheimische Bevölkerung in einigen Regionen verbleiben, zum Preis einer freiwilligen ansonsten aber erzwungenen Polonisierung. Diese Bevölkerung, in der Volksrepublik Polen „Autochthone“ genannt, bediente sich nach wie vor der polnischen Mundart als Umgangssprache. Durch das 45 Jahre andauernde umfassende Verbot der deutschen Sprache wurde sie jedoch sprachlich „entdeutscht“. Nach der Wende 1989/90 wurde sie zum Träger der deutschen Minderheitsbewegung. In wenigen Jahren wird sich das Schicksal der deutschen Minderheit in Oberschlesien endgültig entscheiden und zwar an der Frage, ob es der deutschen Minorität gelingen wird, die deutsche Sprache als Schlüssel zur deutschen Kultur und verbindendes Band zum deutschsprachigen Kulturraum in Oberschlesien wieder fest zu verwurzeln. Identitätsstiftende Kulturarbeit und funktionierendes „Minderheitsschulwesen“ sind notwendige Voraussetzungen dafür. Da es daran, auch über 20 Jahre nach der politischen Wende, mangelt, steht die Zukunft der deutschen Sprache und der deutschen Kultur, und folgerichtig auch der deutschen Minderheit in Oberschlesien unter einem großem Fragezeichen.

Bernard Bruckenmeyer aus dem elsässischen Oberhausbergen referierte über die Situation der deutschen Sprache bei der Bevölkerung des Elsass in der Gegenwart und die Ursachen für den stetig voranschreitenden Rückgang von Sprachkompetenz und Sprachgebrauch. Er erläuterte die Geschichte des Elsass und seiner Bevölkerung im 19 und 20 Jahrhundert, die im Zentrum der deutsch-französischen Konflikte stand.

Die tendenziell repressive deutsche Politik im Elsass (1870-1918, 1940-1944) und die repressive französische Sprachpolitik (1918-1940, 1944-1980er) führte langfristig zu einer schrittweisen Adaption des französischen als Muttersprache bei einer immer grösser werdenden Gruppe von Elsässern und der Identifikation mit der französischen Nation. Gleichzeitig ist bis in die Gegenwart die elsässische Regionalidentität zumindest bei einem Teil der Bevölkerung stark ausgeprägt. Rund 40-50% der Bevölkerung verwenden zudem den jeweiligen regionalen deutschen Dialekt im häuslichen und lokalen Umfeld als Muttersprache. Aufgrund eines fehlenden deutschsprachigen Bildungsangebots und mangelnden Interesse an einem solchen ist mit einem weiteren Rückgang der Sprecher dieser deutschen Dialekte besonders bei den jüngeren Generationen auszugehen.

Prof. Dr. Joachim Born aus Gießen behandelte in seinem Vortrag Sprachen und Sprachminderheiten in der gegenwärtigen Romania mit einem Rückblick auf die Wandlungsprozesse der letzten Jahrzehnte. In den romanischsprachigen Staaten kam es im Laufe des 19. Und der ersten drei Viertel des 20. Jahrhunderts zu einem erheblichen Rückgang lokaler und regionaler romansicher Idiome, Dialekte und Sprachen. Besonders in Frankreich war aufgrund von dessen rigider Sprachpolitik dieser Rückgang festzustellen. Einige Sprachen und Dialekte wie mehrere Varianten des Okzitentanischen sind auch vom Aussterben bedroht. In den letzten 3 Jahrzehnten lässt sich in den romanischen Staaten Europas aber auch Lateinamerikas eine gegenläufige Tendenz feststellen. In Italien und Spanien kam es durch eine sich wandelnde Bildungs- und Kulturpolitik sowie einer politischen Regionalisierung zu einer Festigung und Stärkung regionaler romanischer Sprachen wie die des Sardischen, des Friaulischen, des Katalanischen etc. Das wachsende Selbstbewusstsein ihrer Sprecher wird durch die flächendeckende Einführung der neuen Medien weiter gefestigt. Das Internet bietet auch zahlenmäßig kleinen und verstreut siedelnden Sprachgruppen und Minderheiten die Möglichkeit problemlos miteinander jederzeit in der gewünschten Sprache kommunizieren zu können. Born zeigte sich optimistisch was den Erhalt kleinerer romanischer Sprachen und Dialekte angeht.

Dr. Yvo J. D. Peeters aus Brüssel schilderte die Geschichte der Flamen in Belgien von der Gründung des Staates 1830/1831 bis in die Gegenwart. Als Politiker und nationalflämischer Aktivist sieht er die Flamen in der Geschichte Belgiens in einer ausschließlichen Opferrolle verortet. Er trat als Aktivist der Bewegung die für die Auflösung Belgiens eintritt auf und befürwortete zusätzlich den nur von Außenseitern befürworteten langfristigen Zusammenschluss zwischen den Niederlanden und Flandern.

Bei der von Dr. Meinolf Arens (Geseke/München) geleiteten Podiumsdiskussion stand die Frage nach der Zukunft von Minderheitensprachen und nach Strategien diese zu erhalten im Zentrum.

Luis Thomas Prader aus Bozen erläuterte am Beispiel der verstreuten deutschsprachigen Gruppen außerhalb Südtirols im nördlichen Italien (Zimbern) das durch die Förderung von Stolz und Selbstbewusstsein auf lokaler Ebene sehr viel erreicht werden kann. Gerade kleine alltagspraktische Schritte wie die Anbringung zweisprachiger Strassennamen, Hinweistafeln oder Speisekarten fördern zumindest den situativen Gebrauch auch von Kleinstsprachen. Die Kombination von Status und Spracherhalt sei nicht voneinander zu trennen.

Dr. Beate Sibylle Pfeil betonte noch einmal den Zusammenhang von Autonomieregelungen für Regionen die kompakt von einer nationalen Minderheit bewohnt seien auf eine Verbesserung der dortigen ökonomischen Situation anhand der Beispiele aus Finnland, Italien und Spanien.

Teodora Živković aus Zagreb betonte die Bedeutung der neuen Medien für den Erhalt der Muttersprache und Identität bei kleinen sehr verstreut siedelnden Minderheiten, wie die der Slowaken in Kroatien die in diesem Falle auch aktiv genutzt werden. Der starke Zusammenhalt und die weiterhin stabile Identifikation der Slowaken in Kroatien und Serbien mit der modernen slowakischen Nation seine dabei als Schlüssel und Motor anzusehen.

Im Gegensatz dazu sieht Bernard Brückenmeyer in den neuen Medien nur dann eine Stärkung von Minderheiten wenn sich die betreffende Gruppe auch dafür interessiert. Im Falle der jüngeren Generationen im Elsass sei das nicht der Fall da sie die neuen Medien nahezu ausschließlich in französischer Sprache nutzen.

Dr. Yvo J. D. Peeters sah nur in der Auflösung Belgiens eine Möglichkeit für die Weiterentwicklung des Raumes. Diese Auflösung würde aber keineswegs die massiven Probleme mit der grossen Zahl von muslimischen Neumigranten aus Nordafrika und der Türkei die in wenigen Jahrzehnten die Mehrheit etwa in Brüssel stellen werden lösen können.

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