Geschichte und Lebenswelten der armenischen Diaspora

Einblicke vom Mittelalter bis in die Gegenwart

Wissenschaftliche Tagung

 

Lepsiushaus Potsdam, 5. bis 7. Juli 2019

 

 

 

 

Geschichte und Lebenswelten der Armenier sind wie bei nur ganz wenigen anderen
Gemeinschaften tief und seit vielen Jahrhunderten durch die Existenz einer Diaspora
geprägt.
Im Unterschied zur jüdischen Geschichte ging allerdings trotz einer Vielzahl von Migrationsbewegungen, Deportationen, Massengewalt, Vertreibungen aller Art, bis hin zum Völkermord nicht die Gesamtheit der traditionellen Siedlungslandschaften verloren.
Die Tagung beleuchtet fallbeispielhaft ganz unterschiedliche Facetten aus Geschichte
und Gegenwart von armenischer Diaspora. Sie nimmt die bereits seit dem
Mittelalter enorme geographische Ausbreitung und Existenz von in »Diasporasituationen« lebenden Armeniern, die von Moskau über Lemberg und die Krim bis Alexandria reichte, von Isfahan bis Paris und Helsinki über Venedig bis Plovdiv, aber auch die traditionellen Siedlungsgebieten im Osten Kleinasiens und des südlichen Kaukasus, in den Blick. Dabei werden immer wieder komplexe Geflechte aufgezeigt, wie armenische Diasporagemeinschaften nachhaltig in die lokalen und regionalen Gesellschaften hineinwirkten, in die sie gekommen waren.

 

Programm
Freitag, 5. Juli 2019
15.00 Uhr

Begrüßung
Dr. Rolf Hosfeld (Lepsiushaus Potsdam)
Keynote
Prof. Dr. Hacik Gazer (Erlangen)
In der Fremde zu Hause. Streifzüge aus dem Diasporaleben der Armenier
Panel 1
Chair: Dr. Rolf Hosfeld (Lepsiushaus Potsdam)
16.30 - 18.00 Uhr
Dr. Meinolf Arens (München)
Ursachen und Verlauf für Exodus von Armeniern aus dem südlichen Kaukasus
und östlichen Kleinasien im 11. bis 18. Jahrhundert

Dr. Hakob Matevosyan (Leipzig)
Modern Armenian Diasporic Communities of East-Central Europe
18.15 Uhr Empfang im Lepsiushaus Potsdam

 

Samstag, 6. Juli 2019
Panel 2
Chair: Dr. Meinolf Arens (München)
09.30 - 11.00 Uhr
Dr. Björn Opfer-Klinger (Leipzig)
Geschichte der Armenier in Bulgarien vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart
Dr. Bálint Kovács (Budapest/Leipzig)
Kontinuitäten und Brüche. Die Geschichte der armenischen Gemeinden in Siebenbürgen und in Ungarn vom 17. Jahrhundert bis Mitte des 20. Jahrhunderts
11.30 - 12.15 Uhr
Dr. Tessa Hofmann (Berlin)
Diaspora und Imperium. Armenier im imperialen Russland vom 17. bis 20. Jahrhundert

Panel 3
Chair: Dr. Bálint Kovács (Budapest/Leipzig)
14.00 - 15.30 Uhr
Dr. Katharina Haberkorn (Augsburg)
Armenische Milieus in den urbanen Zentren Galiziens und Podoliens vom 18.
Jahrhundert bis in die Gegenwart

Corina Derla MA (Suceava)
Geschichte der Armenier in der Bukowina und von Bukarest mit Blick in die Gegenwart
16.00 - 17.30 Uhr
Dr. Arpine Maniero (München)
Zwischen patriarchalem Ressentiment und Emanzipation. Armenierinnen an
den Universitäten der Schweiz am Ende des 19. Jahrhunderts

18.00 Uhr
Filmvorführung
Mayrig. Heimat in der Fremde, 1991, 157 Minuten; Regie Henri Verneuil, mit
Claudia Cardinale und Omar Sharif

 

Sonntag, 7. Juli 2019
Panel 4
Chair: Dr. Rolf Hosfeld (Lepsiushaus Potsdam)
09.30 - 11.00 Uhr
PD Dr. Ioannis Zelepos (München)
Lebenswelten und Geschichte der Armenier in Griechenland und auf Zypern
vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart

Prof. Dr. Stefan Troebst (Leipzig/Berlin)
Handelsnetzwerk der armenischen Fernkaufleute Isfahans im 17. und 18. Jahrhundert
11.30 - 13.00 Uhr
Dr. Sirarpi Movsisjan (Leipzig)
Armenians in the GDR. Migration waves and community formation
Schlussbemerkungen
Dr. Rolf Hosfeld (Lepsiushaus Potsdam)
Verabschiedung

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